Was – nur noch 13 Tage?

Vertieft in Training, Rennvorbereitungen und das Meistern des Rest des Lebens – man hat ja Brotberuf und Familie – stelle ich gestern fest, dass es nicht mehr 3 Wochen sondern eigentlich nur noch knappe 2 Wochen bis zur Trophy sind. Glücklicher Weise trifft mich diese Erkenntnis nicht unvorbereitet!

Zunächst einmal ist mein Training Dank meines super-tollen Spreadsheets so gut geplant, dass mich diesbezüglich keine Sorgen plagen: Aus der 6-Tage-Regenerationsphase Anfang Mai habe ich schon lange den Schluss gezogen, dass garnix tun auch nicht optimal ist und mein Tapering angepasst: Statt eine Woche komplette Pause wird nun über 10 Tage langsam reduziert.

PMC

Performance Management Chart
Durchgezogen – Ist-Daten
Strichliert – Plan-Daten
Rote Vertikale: Trophy

Auch die Marschtabelle steht schon – basierend auf den GPS-Daten der B-Strecke 2014 habe ich die Zeiten genommen und den unbekannten Steckenteil entsprechend geschätzt. In St. Veit war ich heuer deutlich schneller als vor 2 Jahren und bei der Generalprobe in Pöllau war ich zumindest zeitgleich wie damals, obwohl ich im dritten Anstieg zwei Minuten langsamer als damals war. Also eine durchaus solide Planungsgrundlage. Insgeheim hoffe ich auf eine Zeit unter 14 Stunden, letztendlich zählt aber nur eines: Durchkommen!

Auch die Ernährungsstrategie steht in den Grundzügen. Die Details werden jetzt davon abhängen, wie hilfsbereit sich die Family hinsichtlich der Betreuung am Renntag zeigt. Deren Plan ist ja eher Baden gehen.

MTB Marathon Pöllau

MTB Marathon Pöllau 2016

Pöllau hat mir auch gezeigt, gleich von Beginn weg regelmäßig Nährstoffe zuzuführen. Ich hatte da einen Einbruch nach einenhalb Stunden, der mir im Vergleich ja 2 Minuten gekostet hat, den ich darauf zurück führe, dass ich anfänglich zu wenig gegessen habe, verglichen mit dem ersten und letzten Drittel, in denen es deutlich besser ging.

Weiters war Pöllau ein Test, wie es mit der Ausrüstung klappen könnte: Grundsätzlich ganz gut, aber ich habe die Trinkflasche verloren! Auf 210km durch die Alpen ein schwerwiegender Fehler! Dafür konnte ich wegen Gewitter auch die Regenhaut im Renneinsatz ausprobieren.

Die letzte große Trainingseinheit habe ich nun hinter mir, 153 Rennrad-KM mit fast 1900 HM durch die niederösterreichischen Berge, bei strahlend schönem Wetter. Beendet habe ich sie mit dem guten Gefühl, nach 6 Stunden eigentlich noch weiter fahren zu können – psychologisch nicht unwichtig, will man die A-Strecke überleben.

Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan: Die hintere Felge des extra für dieses Projekt angeschafften Custom-Laufrsadsatz wurde schon geschrottet und vor 2 Tagen wurde es auch einer Speiche meines Renners zu viel. Blöd, wenn am Trainingsplan noch 2 Rennrad-Einheiten stehen, die vor Allem psychologisch bedeutend sind. Dankenswerter Weise hat mir der Nachbar nun sein Vorderrad geliehen und das MTB Laufrad wurde natürlich ebenfalls runderneuert.

Jedenfalls: Das Training ist nun abgehackt, stärker werd ich nicht mehr. Jetzt gilt es nur noch, gut zu tapern, gesund essen, viel schlafen und bei der Trophy die Früchte zu ernten!

Keep your fingers crossed!