Der große (Trainings-)Plan

Natürlich will ich schneller werden – alles Andere wäre gelogen. Demnach stellt sich die Frage nach der Trainingsorganisation und Planung. All das in Heimwerkermanier, denn die Investitionen für Leistungstests oder professionelle Betreuung würden wohl jenseits der Kosten-Nutzen-Grenze liegen. Ich gestalte mein Training nach den folgenden Prinzipien:

Das Ziel

… braucht man einfach, denn irgendwo hin muss die Reise gehen. Am besten sollte es realistisch aber ambitioniert sein. Und es sollte dazu taugen, an Tagen, an denen der innere Schweinehund laut bellt, die nötige Motivation zu liefern. Ich wähle die 120km von Bad Goisern, dabei soll die Zeit möglichst deutlich unter der von 2010 (9h6min) liegen.

Mehr Trainieren

Meines Erachtens ist die Steigerung des Trainingsumfangs wohl das Wichtigste, wenn man nicht ohnehin schon am physisch möglichen Limit trainiert, was in meinem Fall eher unwahrscheinlich ist. Das gilt insbesondere für Ausdauersport wie das Mountainbiken. Hier ist Organisation Alles, denn woher soll man den die Zeit sonst nehmen? Ich habe 4 Rad-Einheiten an 4 fixen Tagen pro Woche geplant, wobei ich bei Bedarf auch einmal umdisponiere.

Das Zauberwort heißt Konsequenz

… hat meine Frau einmal gesagt, und recht hat sie! Was nutzt die beste Planung, wenn in der Umsetzung geschlampt wird. Mit jeder ausgelassenen Einheit rückt das Ziel ein Stückchen in die Ferne, im engen Zeitkorsett bleibt ohnehin wenig Spiel, um einmal Versäumtes wieder aufzuholen. Und Konsequenz zählt auch, wenn der Winterspeck dahin schmelzen soll – ein paar Kilo am Berg sind auf 120 km ja auch schon was. Klingt hart, ist aber so.

Frequenz und Puls

Irgendwie will man seinem sportlichen Tun dann auch eine möglichst wissenschaftliche Grundlage verpassen, um das Beste raus zu holen. In meinem Fall bedeutet das Herzfrequenz-kontrolliertes Training und den Versuch der Periodisierung. Dabei komme ich im wesentlichen mit zwei Pulsbereichen aus: Einen Grundlagen-Bereich und einen Kraft-Ausdauer Bereich. Daran kann ich mich bei Rennrad-Ausfahrten gut orientieren. Wichtig ist das vor allem, um nicht in den Trott zu verfallen, wenn man alleine unterwegs ist. Denn da gurkt man schnell nur noch herum, anstatt zu die Schenkel ordentlich zu fordern. Für „harte Sachen“ eignet sich die wöchentliche MTB-Runde mit den Locals oder eine  entsprechende MTB-Tour. Hier gibt das Gelände die Intensität vor, da kommt es also nur auf die entsprechende Routenwahl an. Eventuell noch ein wenig auf Frequenz und Rundheit des Tritts achten! Alles in Allem ist das keine Rocket-Science, sollte aber trotzdem nicht unüberlegt sein.